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Treuhandstelle

Was ist eine Treuhandstelle? Sie verwaltet Gelder für Dauergrabpflege und Bestattungsvorsorge sicher, um Leistungen langfristig zu garantieren.

Kurz erklärt

  • Definition: Eine Treuhandstelle ist eine unabhängige Institution, die Gelder für langfristige Verträge wie Dauergrabpflege oder Bestattungsvorsorge verwaltet und deren zweckgebundene Verwendung sicherstellt.
  • Funktion: Sie legt die eingezahlten Summen mündelsicher an und bezahlt die beauftragten Dienstleister erst nach erbrachter Leistung, etwa jährlich für die Grabpflege.
  • Relevanz: Dieses Modell schützt das Kapital vor einer Insolvenz des Betriebs und garantiert, dass vereinbarte Leistungen auch Jahre später noch zuverlässig erbracht werden.
  • Hamburg: Die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hamburger Friedhofsgärtner GmbH koordiniert hier die Absicherung von Pflegeverträgen auf Friedhöfen wie Ohlsdorf oder Öjendorf.

Wer eine langfristige Grabpflege oder die eigene Bestattung im Voraus bezahlt, möchte Sicherheit. Die Treuhandstelle fungiert als neutraler Dritter zwischen Kunde und Dienstleister. Sie prüft zudem oft die Qualität der ausgeführten Arbeiten, bevor Gelder fließen.

Funktionsweise und Bedeutung

Wie eine Treuhandstelle arbeitet

Das Prinzip basiert auf Sicherheit und Kontrolle. Der Kunde schließt einen Vertrag mit einem Bestatter oder Friedhofsgärtner ab und zahlt die Gesamtsumme an die Treuhandstelle. Diese legt das Geld sicher an. Die Zinserträge helfen oft, spätere Preissteigerungen bei den Bestattungskosten oder Pflegegebühren aufzufangen. Erst wenn die Leistung erbracht wurde – beispielsweise die jährliche Bepflanzung oder im Todesfall die Bestattung –, wird das Geld an den Dienstleister ausgezahlt.

Sicherheit und lokale Strukturen in Hamburg

Ein entscheidender Vorteil ist der Insolvenzschutz. Sollte der beauftragte Betrieb schließen müssen, ist das Geld bei der Treuhandstelle sicher und ein anderer Dienstleister kann beauftragt werden. In Hamburg arbeitet die lokale Treuhandstelle eng mit der Friedhofsgärtner-Genossenschaft zusammen. Dies betrifft viele Grabstätten auf den großen Hauptfriedhöfen wie dem Friedhof Öjendorf oder in Ohlsdorf. Auch Qualitätskontrollen gehören oft zum Service: Prüfer kontrollieren stichprobenartig, ob die Gräber vertragsgemäß gepflegt wurden.

Häufige Fragen zur Treuhandstelle

Was kostet der Service einer Treuhandstelle? +

Die Kosten für die Verwaltung sind meist als einmalige Gebühr im Vertragspreis enthalten. Es fallen in der Regel keine laufenden jährlichen Kosten für den Kunden an, da die Verwaltung oft auch über die Zinserträge finanziert wird.

Was passiert bei einer Insolvenz des Gärtners? +

Das eingezahlte Geld gehört nicht zur Insolvenzmasse des Gärtners, da es bei der Treuhandstelle liegt. Diese sucht in einem solchen Fall einen neuen Betrieb, der die Pflege zu den vereinbarten Konditionen fortführt.

Kann ich den Vertrag wieder auflösen? +

Eine Kündigung ist meist nur unter strengen Voraussetzungen möglich, etwa bei Umbettung oder Aufgabe der Grabstätte. Da das Geld zweckgebunden für die Vorsorge hinterlegt ist, soll ein vorzeitiger Zugriff verhindert werden.

Werden die Gelder verzinst? +

Ja, die Treuhandstelle legt die Gelder mündelsicher an. Die erwirtschafteten Zinsen werden dem Treuhandkonto gutgeschrieben und dienen dazu, inflationsbedingte Preissteigerungen der Dienstleister über die Jahre auszugleichen.

Ist eine Treuhandstelle Pflicht? +

Gesetzlich nicht, aber bei Vorauszahlungen für Bestattungen oder langjährige Grabpflege ist sie dringend empfohlen. Ohne Treuhandstelle besteht das Risiko, dass das Geld bei einer Firmenpleite verloren geht.

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