Tierbestattung
Was ist eine Tierbestattung? Würdevoller Abschied für Haustiere durch Kremierung oder Erdbestattung. Infos zu Ablauf und Vorschriften in Hamburg.
Kurz erklärt
- Definition: Die Tierbestattung bezeichnet die fachgerechte Beisetzung von Haustieren, meist durch Einäscherung oder Erdbestattung auf speziellen Friedhöfen.
- Funktion: Sie ermöglicht Tierhaltern einen würdevollen Abschied und stellt die Einhaltung seuchenhygienischer Vorschriften sicher.
- Relevanz: Für viele Besitzer ist das Haustier ein Familienmitglied, dessen Verlust durch eine angemessene Zeremonie verarbeitet wird.
- Hamburg: Lokale Bestatter vermitteln oft an Tierkrematorien oder Tierfriedhöfe im Umland.
Der Tod eines Haustieres ist für viele Menschen ein schmerzhafter Einschnitt. Anstatt das Tier beim Tierarzt zur Entsorgung zu belassen, entscheiden sich immer mehr Halter für eine bewusste Bestattung, um einen festen Ort für ihre Trauer zu haben. In Hamburg gibt es hierfür verschiedene spezialisierte Dienstleister und Möglichkeiten.
Möglichkeiten und Regelungen
Formen der Tierbestattung
Es gibt verschiedene Wege, einem Haustier die letzte Ehre zu erweisen. Am häufigsten wird die Einäscherung in einem Tierkrematorium gewählt. Hierbei unterscheidet man zwischen der Einzelkremierung, bei der die Asche dem Halter in einer Urne übergeben wird, und der Sammelkremierung, bei der die Asche meist auf einer Streuwiese des Krematoriums verbleibt. Alternativ ist eine klassische Beerdigung auf einem Tierfriedhof möglich. Eine Seebestattung für Tiere wird von einigen Anbietern ebenfalls durchgeführt.
Bestattung im eigenen Garten in Hamburg
Viele Tierhalter wünschen sich, ihr verstorbenes Tier im eigenen Garten zu begraben. Dies ist in Hamburg und dem Umland grundsätzlich erlaubt, sofern es sich um ein Privatgrundstück handelt und dieses nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt. Das Grab muss mindestens 50 Zentimeter tief sein, damit das Tier nicht von anderen Tieren ausgegraben werden kann. Streng verboten ist hingegen die Beisetzung in öffentlichen Parks, Wäldern oder Grünanlagen; dies stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.
Ablauf und Dienstleister
Der Ablauf beginnt meist mit der Abholung des verstorbenen Tieres beim Tierarzt oder zu Hause. Spezialisierte Tierbestatter kümmern sich um die Überführung und die gewünschte Art der Beisetzung. Auch reguläre Hamburger Bestattungsinstitute wie das GBI oder Seemann & Söhne bieten oft Unterstützung an oder vermitteln Kontakte zu seriösen Partnern. Dies gibt den Haltern Raum für eine persönliche Abschiednahme und individuelle Trauerrituale, ohne sich um organisatorische Details sorgen zu müssen.
Häufige Fragen zur Tierbestattung
Darf ich mein Haustier im Garten begraben? +
Ja, auf dem eigenen Privatgrundstück ist dies erlaubt, sofern es kein Wasserschutzgebiet ist. Das Grab muss tief genug sein (mindestens 50 cm Erdabdeckung) und Abstand zu Nachbargrundstücken wahren.
Was kostet eine Tierbestattung? +
Die Kosten variieren stark je nach Gewicht des Tieres und der gewählten Bestattungsart. Eine Sammelkremierung ist günstiger als eine Einzelkremierung oder eine Erdbestattung auf einem Tierfriedhof.
Kann ich die Urne meines Tieres mit nach Hause nehmen? +
Ja, anders als bei menschlichen Verstorbenen gibt es bei Tieren keinen Friedhofszwang für die Asche. Sie dürfen die Urne zu Hause aufbewahren oder im Garten beisetzen.
Gibt es gemeinsame Friedhöfe für Mensch und Tier? +
In Hamburg und Umgebung gibt es vereinzelt Angebote für sogenannte Mensch-Tier-Gräber auf speziellen Friedhofsarealen. Dies ist jedoch nicht auf allen Friedhöfen möglich und sollte vorab erfragt werden.
Helfen normale Bestatter bei der Tierbestattung? +
Viele Bestattungsinstitute in Hamburg verstehen die Trauer um ein Haustier und vermitteln Kontakte zu Tierbestattern oder übernehmen organisatorische Schritte, auch wenn sie die Beisetzung nicht selbst durchführen.