Sterbegeldversicherung
Was ist eine Sterbegeldversicherung? Eine Police zur Deckung von Bestattungskosten. Sie entlastet Angehörige finanziell und sichert Wünsche ab.
Kurz erklärt
- Definition: Eine Sterbegeldversicherung ist eine Kapitallebensversicherung auf den Todesfall mit einer zweckgebundenen Versicherungssumme für die Bestattungskosten.
- Funktion: Sie stellt sicher, dass im Todesfall sofort liquide Mittel für Friedhofsgebühren, Bestatterleistungen und Grabmal zur Verfügung stehen.
- Relevanz: Diese Vorsorge schützt Angehörige vor hohen Kosten und sichert das für die Bestattung vorgesehene Geld vor dem Zugriff Dritter (z. B. Sozialamt).
- Hamburg: Viele Hamburger Bestattungsinstitute beraten zu passenden Policen oder Alternativen wie Treuhandkonten, um die lokalen Gebühren abzudecken.
Die Sterbegeldversicherung ist ein zentraler Baustein der Bestattungsvorsorge. Sie ermöglicht es, schon zu Lebzeiten finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Oft wird die Police direkt an ein Bestattungsinstitut abgetreten, sodass im Trauerfall die Abrechnung ohne Umwege erfolgt. Im Gegensatz zu klassischen Lebensversicherungen ist die Gesundheitsprüfung oft vereinfacht, was sie auch für ältere Menschen zugänglich macht.
Details zur Sterbegeldversicherung
Funktionsweise und Auszahlung
Die Versicherung wird meist durch monatliche Beiträge oder einen Einmalbetrag finanziert. Die Versicherungssumme orientiert sich an den geschätzten Kosten für die gewünschte Bestattung. Im Leistungsfall wird der Betrag an die bezugsberechtigte Person oder direkt an den beauftragten Dienstleister ausgezahlt. Dies garantiert eine schnelle Abwicklung der Formalitäten, da Bestatter oft in Vorleistung gehen müssten. Ein wesentlicher Vorteil ist die Zweckbindung: Wird das Geld explizit für die Bestattung hinterlegt, zählt es in der Regel zum Schonvermögen. Das bedeutet, dass das Sozialamt bei Pflegebedürftigkeit nicht auf dieses Geld zugreifen darf, sofern die Summe angemessen ist.
Unterschied zum Treuhandkonto
Eine häufige Alternative in Hamburg ist das Treuhandkonto. Während die Sterbegeldversicherung ein Risiko absichert (Tod vor vollständigem Ansparen), ist das Treuhandkonto ein reines Ansparmodell, bei dem Geld sicher angelegt wird. Versicherungen haben oft Wartezeiten von 18 bis 36 Monaten, in denen bei Tod nur die eingezahlten Beiträge erstattet werden (außer bei Unfalltod). Treuhandkonten haben keine Wartezeit, bieten aber keinen Versicherungsschutz über das eingezahlte Guthaben hinaus. Die Entscheidung hängt oft vom Alter und Gesundheitszustand ab.
Häufige Fragen zur Sterbegeldversicherung
Gibt es eine Gesundheitsprüfung? +
Viele Tarife verzichten auf eine detaillierte Gesundheitsprüfung. Stattdessen greift oft eine Wartezeit von einigen Monaten bis Jahren, bevor die volle Summe ausgezahlt wird.
Was passiert, wenn ich während der Wartezeit sterbe? +
In diesem Fall erstatten die meisten Versicherer die bis dahin eingezahlten Beiträge an die Hinterbliebenen zurück. Bei Unfalltod entfällt die Wartezeit meist sofort.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein? +
Das hängt von den individuellen Wünschen ab. Eine Feuerbestattung ist oft günstiger als eine Erdbestattung. In Hamburg sollten Friedhofsgebühren und Grabpflege einkalkuliert werden.
Kann ich den Bestatter frei wählen? +
Ja, die Versicherung ist in der Regel nicht an ein bestimmtes Institut gebunden. Sie können das Geld aber zweckgebunden an einen Wunschanbieter abtreten.
Zählt die Versicherung zum Schonvermögen? +
Ja, wenn sie zweckgebunden für eine angemessene Bestattung abgeschlossen wurde. Das Sozialamt darf dieses Geld dann meist nicht für Pflegekosten heranziehen.