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● Soforthilfe Die ersten Schritte
Bestattungsvorsorge

Treuhandkonto

Zweckgebundene Finanzierung Ihrer Wünsche – insolvenzsicher und geschützt vor dem Zugriff Dritter in Hamburg.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Treuhandkonto sichert eingezahltes Kapital zweckgebunden für die spätere Bestattung.
  • Das Geld wird meist bei Institutionen wie der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG verwaltet.
  • Im Gegensatz zur Sterbegeldversicherung sind keine Gesundheitsfragen nötig.
  • Das Guthaben ist in der Regel vor dem Zugriff des Sozialamts geschützt (Schonvermögen).
  • Die Auszahlung erfolgt erst im Todesfall direkt an das Bestattungsunternehmen.

Funktionsweise und Sicherheit

Was ist ein Treuhandkonto in der Bestattungsvorsorge?

Ein Treuhandkonto dient dazu, Geld für eine zukünftige Bestattung sicher und verzinst anzulegen. In Hamburg arbeiten viele Bestattungshäuser hierfür mit spezialisierten Einrichtungen zusammen, etwa der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG oder dem Kuratorium Deutsche Bestattungskultur. Der Ablauf beginnt meist mit einem Vorsorgevertrag, in dem alle Details der gewünschten Beisetzung festgelegt werden – von der Wahl des Friedhofs (z. B. Ohlsdorf, Öjendorf oder ein Friedwald im Umland) bis hin zur Gestaltung der Trauerfeier.

Auf Basis dieser Wünsche erstellt der Bestatter einen Kostenvoranschlag. Die entsprechende Summe zahlen Sie auf das Treuhandkonto ein. Das Geld wird dort als Treuhandvermögen verwaltet und ist somit vom Betriebsvermögen des Bestatters getrennt. Dies bietet Sicherheit im Falle einer Insolvenz des Bestattungsunternehmens.

Schutz vor dem Sozialamt und Sicherheit der Einlage

Ein wesentlicher Aspekt für viele Hamburger ist die Sicherung des Vermögens vor dem Zugriff Dritter. Wenn Sie im Alter pflegebedürftig werden und die Kosten für ein Pflegeheim nicht selbst tragen können, prüft das Sozialamt Hamburg Ihre Vermögensverhältnisse. Ein angemessenes Treuhandkonto für die Bestattungsvorsorge wird in der Regel als sogenanntes Schonvermögen anerkannt.

Das bedeutet, dass dieses Geld nicht für den Lebensunterhalt oder die Pflegekosten aufgebraucht werden muss, sondern für den ursprünglichen Zweck – Ihre würdevolle Bestattung – erhalten bleibt. Voraussetzung ist meist, dass das Geld unwiderruflich zweckgebunden angelegt ist und die Summe in einem angemessenen Verhältnis zu den ortsüblichen Bestattungskosten in Hamburg steht.

Abgrenzung zur Sterbegeldversicherung

Während eine Sterbegeldversicherung oft monatliche Beiträge und Gesundheitsfragen vorsieht, basiert das Treuhandkonto meist auf einer Einmalzahlung. Dies ist besonders für ältere Menschen geeignet oder für Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen keine Versicherung mehr abschließen können oder wollen. Es gibt keine Wartezeiten; der eingezahlte Betrag steht sofort für die Bestattungskosten zur Verfügung.

Checkliste: Treuhandkonto einrichten

  • Gewünschte Bestattungsart und Ort (z. B. Hamburg oder Umland) festlegen
  • Kostenvoranschlag vom Bestatter einholen
  • Vorsorgevertrag schriftlich fixieren
  • Treuhandvertrag prüfen und unterzeichnen
  • Einzahlung der Summe (Einmalbetrag oder Raten) vornehmen
  • Treuhand-Police oder Bestätigung zu den Vorsorgeunterlagen legen
  • Angehörige oder Vertrauensperson über das Konto informieren

Ablauf der Einrichtung

  1. 1
    Beratungsgespräch mit einem Bestatter in Hamburg führen
  2. 2
    Detaillierte Kostenaufstellung für alle Leistungen erstellen lassen
  3. 3
    Abschluss eines Bestattungsvorsorgevertrags
  4. 4
    Unterzeichnung der Treuhandvereinbarung
  5. 5
    Überweisung des Betrags auf das Treuhandkonto
  6. 6
    Erhalt der Bestätigung und der Service-Karte
  7. 7
    Archivierung der Unterlagen (ggf. Hinweis in der Vorsorgevollmacht)