Trauermusik
Musik drückt aus, was Worte oft nicht können. Erfahren Sie, wie Sie die musikalische Begleitung für eine Trauerfeier in Hamburg gestalten – von der Orgel in Ohlsdorf bis zur Playlist am Elbufer.
Das Wichtigste in Kürze
- Musik strukturiert die Trauerfeier und bietet den Angehörigen Raum für Emotionen und Erinnerung.
- In Hamburger Kapellen (z. B. Friedhof Ohlsdorf) stehen oft Orgeln und Musikanlagen zur Verfügung.
- Die GEMA-Gebühren sind bei öffentlichen Friedhöfen meist pauschal geregelt; bei privaten Feiern klärt dies der Bestatter.
- Erlaubt ist, was gefällt: Von klassischer Kirchenmusik bis zu modernen Songs oder maritimen Klängen.
- Live-Musik wirkt oft persönlicher, während Einspielungen vom Band Originalversionen geliebter Lieder ermöglichen.
Ratgeber zur musikalischen Gestaltung
Die Bedeutung der Musik bei der Trauerfeier
Musik ist ein zentrales Element jeder Abschiednahme. Sie füllt die Stille, wenn Worte fehlen, und hilft den Trauergästen, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen. In Hamburg, wo Tradition auf Moderne trifft, sind die Möglichkeiten der musikalischen Untermalung vielfältig. Ob in den historischen Kapellen auf dem Friedhof Ohlsdorf oder in modernen Abschiedsräumen in Bergedorf oder Altona – die Akustik und Atmosphäre spielen eine wichtige Rolle.
Üblicherweise wird Musik an drei Stellen der Zeremonie eingesetzt:
- Zum Einzug: Begleitet das Betreten der Kapelle oder das Hineintragen des Sarges bzw. der Urne. Hier eignen sich ruhige, getragene Stücke.
- Zur Besinnung: Nach der Trauerrede bietet ein Musikstück Zeit, das Gesagte wirken zu lassen und der verstorbenen Person still zu gedenken.
- Zum Auszug: Wenn die Trauergemeinde die Kapelle verlässt oder zum Grab geht, darf die Musik oft etwas hoffnungsvoller oder persönlicher sein.
Live-Musik oder Aufnahme?
Die Entscheidung zwischen Live-Darbietung und Musik vom Band hängt von den persönlichen Vorlieben und den örtlichen Gegebenheiten ab.
Live-Musik Viele Friedhofskapellen in Hamburg, etwa auf dem Friedhof Öjendorf oder in Volksdorf, verfügen über eine Orgel. Ein Organist kann klassische Stücke, aber oft auch moderne Lieder interpretieren. Alternativ können Solisten (Geige, Cello, Gesang) oder kleine Chöre engagiert werden. Live-Musik erzeugt eine unmittelbare, feierliche Atmosphäre und ist oft sehr emotional.
Musik vom Tonträger Wenn der Verstorbene eine bestimmte Version eines Liedes liebte – etwa von den Beatles oder Hans Albers – ist das Abspielen der Originalaufnahme oft die bessere Wahl. Moderne Trauerhallen und viele Bestattungsinstitute in Hamburg sind mit hochwertigen Audioanlagen ausgestattet. Auch bei einer Aufbahrung im kleineren Kreis kann Hintergrundmusik vom Band eine tröstliche Atmosphäre schaffen.
Musikauswahl: Klassisch, Modern oder Maritim?
Es gibt keine festen Vorschriften, welche Musik gespielt werden darf. Wichtig ist, dass sie zum Leben der verstorbenen Person passt.
- Klassische Trauermusik: Stücke wie „Ave Maria“ (Bach/Gounod oder Schubert) oder „Air“ von Bach sind zeitlose Klassiker, die oft in kirchlichen Feiern gewünscht werden.
- Moderne Lieder: Pop-Balladen wie „Time to Say Goodbye“, „My Way“ oder „Tears in Heaven“ sind inzwischen fester Bestandteil vieler weltlicher Trauerfeiern.
- Hamburg-Bezug: In der Hansestadt sind maritime Klänge keine Seltenheit. Lieder wie „La Paloma“ oder „Junge, komm bald wieder“ werden besonders bei Seebestattungen oder für Menschen mit Bezug zum Hafen gern gewählt.
Sprechen Sie Ihre Wünsche frühzeitig an, damit geprüft werden kann, ob die technischen Voraussetzungen (z. B. Bluetooth, CD, USB) vor Ort gegeben sind oder ob Musiker gebucht werden müssen.
Organisatorische Hinweise und GEMA
Die Organisation der Musik übernimmt in der Regel das Bestattungsinstitut als Teil der Trauerfeier-Planung. Dazu gehören die Absprache mit Organisten, das Bereitstellen der Technik oder das Buchen von Musikern.
Ein häufiges Thema sind die GEMA-Gebühren für die öffentliche Wiedergabe von Musik. Bei Trauerfeiern auf kommunalen oder kirchlichen Friedhöfen in Hamburg sind diese Gebühren oft durch Pauschalverträge der Friedhofsträger oder der Kirche abgedeckt. Findet die Feier in den Räumen eines Bestatters oder an einem anderen Ort statt, kümmert sich der Dienstleister meist um die korrekte Anmeldung. Angehörige müssen hierfür in der Regel keine eigenen Anträge stellen.
Checkliste: Musikplanung für die Trauerfeier
- Musikgeschmack des Verstorbenen berücksichtigen (Lieblingslieder, Genre).
- Entscheidung treffen: Live-Musik (Orgel, Solist) oder Aufnahme (CD, MP3).
- Drei Hauptstücke auswählen: Einzug, Gedenken/Rede, Auszug.
- Technische Voraussetzungen am Ort der Feier klären (Anlage vorhanden?).
- Bei Live-Musik: Verfügbarkeit von Organisten oder Musikern prüfen.
- Spezielle Wünsche (z. B. Hamburg-Bezug, maritime Lieder) notieren.
- Liedtexte für den Trauerdruck (Liedblätter) vorbereiten, falls mitgesungen werden soll.
Ablauf der Musikauswahl
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1Sammlung von Ideen und Liedwünschen im Familienkreis.
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2Beratungsgespräch mit dem Bestatter oder Trauerredner.
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3Prüfung der Machbarkeit (Technik vor Ort, GEMA, Musiker).
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4Festlegung der genauen Abfolge in der Zeremonie.
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5Bereitstellung der Tonträger oder Buchung der Musiker.
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6Finale Abstimmung kurz vor der Trauerfeier.