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Trauerdruck

Wie Sie Angehörige und Freunde in Hamburg angemessen informieren – von der Trauerkarte bis zur Zeitungsanzeige.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum Trauerdruck gehören Trauerkarten, Zeitungsanzeigen, Liedhefte und Danksagungen.
  • Wichtige Inhalte sind Lebensdaten, der Ort der Trauerfeier und oft ein persönlicher Trauerspruch.
  • Der Versand von Trauerkarten erfolgt meist unmittelbar nach Festlegung des Bestattungstermins.
  • Hamburger Bestatter unterstützen oft direkt bei Gestaltung, Druck und Zeitungsanzeigen.
  • Digitale Gedenkseiten ergänzen zunehmend die klassische Zeitungsanzeige.

Formen und Gestaltung von Trauerdrucksachen

Die verschiedenen Arten des Trauerdrucks

Der Begriff Trauerdruck fasst alle gedruckten Mitteilungen zusammen, die im Kontext eines Sterbefalls erstellt werden. Sie dienen dazu, den Tod bekannt zu geben, zur Trauerfeier einzuladen oder sich für die Anteilnahme zu bedanken. In Hamburg übernehmen meist die Bestattungsinstitute die Gestaltung und den Druck als Teil ihrer Dienstleistung, da dies den Angehörigen in der kurzen Zeit zwischen Tod und Beisetzung viel Aufwand erspart.

Zu den klassischen Formen gehören:

  • Trauerkarten und Trauerbriefe: Diese werden per Post an Verwandte, Freunde und Bekannte verschickt. Der Trauerbrief (gefaltetes Papier im Umschlag) gilt als die förmlichste Variante, während die Trauerkarte (Karton) heute sehr verbreitet ist.
  • Traueranzeigen: Eine öffentliche Bekanntmachung in einer regionalen Tageszeitung (z. B. im Raum Hamburg oder Harburg) oder in lokalen Wochenblättern. Sie erreicht auch Personen, deren Adresse den Angehörigen nicht bekannt ist.
  • Sterbebilder oder Gedenkzettel: Kleine Kärtchen mit einem Foto und den Lebensdaten des Verstorbenen, die oft während der Trauerfeier ausgelegt oder verteilt werden.
  • Liedhefte und Programmhefte: Diese führen durch den Ablauf der Zeremonie und enthalten Liedtexte oder Gebete.
  • Danksagungen: Diese werden einige Wochen nach der Beisetzung verschickt, um sich für Beileidsbekundungen, Blumen und Geldspenden zu bedanken.

Inhalte und Aufbau einer Trauerkarte

Unabhängig vom Design enthalten Trauerdrucksachen meist feste Bestandteile, die den Empfängern Orientierung geben. Neben dem Namen des Verstorbenen (ggf. Geburtsname) und den Lebensdaten (Geburts- und Sterbedatum) ist der Ort und Zeitpunkt der Abschiednahme zentral.

Typische Elemente sind:

  • Einleitender Spruch: Ein Zitat, ein Bibelvers oder eine kurze Lyrikzeile, die zum Verstorbenen passt. Inspiration finden Sie oft in Sammlungen für die Trauerrede.
  • Persönliche Worte: Ein kurzer Satz zum Verlust.
  • Organisatorische Hinweise: Datum und Uhrzeit der Beisetzung sowie die genaue Anschrift der Friedhofskapelle oder Kirche. In Hamburg ist es üblich, auch Hinweise zu geben, falls von Blumen abgesehen und stattdessen eine Spende gewünscht wird.
  • Einladung zum Beisammensein: Wenn im Anschluss ein Trauerkaffee stattfindet, wird dies meist direkt in der Karte oder auf einem separaten Einleger vermerkt.
  • Die Absender: Die Namen der engsten Angehörigen („Im Namen aller Verwandten“).

Besonderheiten in Hamburg: Zeitung und Online-Gedenken

In einer Großstadt wie Hamburg ist die Reichweite von Traueranzeigen ein wichtiges Thema. Viele Angehörige entscheiden sich für eine Anzeige in großen regionalen Tageszeitungen, um ehemalige Kollegen, Nachbarn oder Schulfreunde zu erreichen. Die Kosten hierfür hängen stark von der Größe der Anzeige und der Verbreitung der Zeitung ab (z. B. Gesamtausgabe vs. Teilausgabe wie Harburg oder Bergedorf).

Zunehmend an Bedeutung gewinnen Online-Gedenkseiten. Viele Hamburger Bestatter bieten mittlerweile eigene Gedenkportale an. Dort können Traueranzeigen digital veröffentlicht, Kerzen virtuell entzündet und Kondolenzen eingetragen werden. Dies ist besonders hilfreich, wenn der Freundeskreis über verschiedene Städte verstreut ist. Oft lässt sich die Zeitungsanzeige direkt mit einer solchen Online-Gedenkseite verknüpfen.

Checkliste für den Trauerdruck

  • Adressliste der Empfänger erstellen und aktualisieren
  • Lebensdaten (Geburt/Tod) auf Richtigkeit prüfen
  • Ort und Uhrzeit der Trauerfeier final bestätigen
  • Trauerspruch oder Zitat auswählen
  • Entscheidung treffen: Zeitung, Karte oder beides?
  • Auflage festlegen (lieber 10–20 Exemplare mehr einplanen)
  • Briefmarken besorgen (ggf. spezielle Trauermarken)
  • Korrekturlesen durch eine zweite Person vor Druckfreigabe

Ablauf von Gestaltung bis Versand

  1. 1
    Beratungsgespräch beim Bestatter oder der Druckerei
  2. 2
    Auswahl von Papier, Format und Design (klassisch oder modern)
  3. 3
    Erstellung des Textentwurfs und Auswahl des Trauerspruchs
  4. 4
    Erhalt des Korrekturabzugs und sorgfältige Prüfung
  5. 5
    Druckfreigabe erteilen
  6. 6
    Adressierung der Umschläge (oft handschriftlich persönlicher)
  7. 7
    Versand der Karten (Postlaufzeiten beachten)
  8. 8
    Schaltung der Zeitungsanzeige (Redaktionsschluss beachten)