Kremation
Was ist Kremation? Kremation bezeichnet die Einäscherung eines Verstorbenen im Sarg als notwendigen Schritt vor einer Urnen-, Wald- oder Seebestattung.
Kurz erklärt
- Definition: Die Kremation (auch Einäscherung) ist die Verbrennung des Verstorbenen in einem Sarg in einem Krematorium.
- Funktion: Der Körper wird durch Hitze zu Asche reduziert, die anschließend in eine Aschekapsel gefüllt wird.
- Relevanz: Sie ist die zwingende Voraussetzung für Bestattungsformen wie das Urnengrab, die See- oder Waldbestattung.
- Hamburg: In Hamburg erfolgt die Einäscherung beispielsweise im Krematorium beim Friedhof Ohlsdorf oder in Öjendorf.
Die Kremation stellt den technischen Teil einer Feuerbestattung dar. Bevor eine Beisetzung der Urne erfolgen kann, muss dieser kontrollierte Prozess unter strengen gesetzlichen Auflagen durchgeführt werden. In Deutschland besteht dabei grundsätzlich Sargpflicht, auch wenn der Sarg nur für die Verbrennung genutzt wird.
Ablauf und Hintergründe
Der Ablauf einer Kremation
Eine Einäscherung folgt einem festen Protokoll, um Würde und Sicherheit zu gewährleisten. Zunächst wird der Verstorbene durch einen Bestatter in das Krematorium überführt. Vor der eigentlichen Verbrennung findet zwingend eine zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt statt. Diese dient dazu, die Identität zweifelsfrei zu bestätigen und eine unnatürliche Todesursache endgültig auszuschließen, da spätere Untersuchungen an der Asche nicht mehr möglich sind.
Der Sarg wird anschließend in den Einäscherungsofen eingefahren. Bei Temperaturen zwischen 800 und 1.200 Grad Celsius verbrennt der Sarg mitsamt dem Körper. Die verbleibenden mineralischen Reste (Asche) werden nach dem Abkühlen in eine Aschekapsel gefüllt. Diese Kapsel wird meist in eine dekorative Überurne gesetzt, die dann beigesetzt wird.
Rechtliche Voraussetzungen
Damit eine Kremation durchgeführt werden darf, muss eine entsprechende Willenserklärung vorliegen. Idealerweise hat der Verstorbene dies zu Lebzeiten schriftlich, etwa in einer Bestattungsvorsorge, festgelegt. Liegt keine schriftliche Verfügung vor, können die nächsten Angehörigen den Willen des Verstorbenen glaubhaft machen und die Einäscherung anordnen. Zudem müssen alle behördlichen Papiere, wie die Sterbeurkunde und die Freigabe nach der zweiten Leichenschau, vollständig vorliegen.
Besonderheiten in Hamburg
In Hamburg ist die Feuerbestattung eine sehr häufig gewählte Bestattungsart. Die städtischen Krematorien arbeiten mit modernen Filteranlagen, um Umweltstandards einzuhalten. Angehörige haben in Hamburg oft die Möglichkeit, eine Abschiedsfeier entweder vor der Einäscherung am Sarg oder zu einem späteren Zeitpunkt an der Urne abzuhalten. Die genauen Zeiträume zwischen Eintritt des Todes und der Einäscherung hängen von der Auslastung der Krematorien und der Vollständigkeit der Dokumente ab, liegen aber meist bei wenigen Werktagen.
Häufige Fragen zur Kremation
Ist ein Sarg bei der Kremation Pflicht? +
Ja, in Deutschland besteht Sargpflicht. Der Verstorbene muss in einem Sarg eingeäschert werden, da das Holz des Sarges den Verbrennungsprozess technisch unterstützt.
Kann man eigene Kleidung tragen? +
Ja, in den meisten Fällen ist eigene Kleidung aus natürlichen Materialien (Baumwolle, Leinen) erlaubt. Alternativ wird ein einfacher Talar verwendet.
Wie lange dauert die Einäscherung? +
Der eigentliche Verbrennungsvorgang dauert etwa 70 bis 90 Minuten, abhängig vom Körpergewicht und der Sargbeschaffenheit.
Können Angehörige bei der Einäscherung dabei sein? +
Manche Krematorien bieten Räumlichkeiten an, in denen Angehörige die Einfahrt des Sarges in den Ofen über einen Bildschirm oder durch ein Fenster verfolgen können. Dies muss vorab angemeldet werden.
Was passiert mit Zahngold oder Implantaten? +
Chirurgische Implantate aus Titan verbleiben oft in der Asche oder werden nach der Verbrennung magnetisch aussortiert und dem Recycling zugeführt. Die Handhabung von Edelmetallen variiert je nach Betreiber und lokaler Satzung.