Zum Inhalt
● Soforthilfe Die ersten Schritte
Glossar K

Kolumbarium

Was ist ein Kolumbarium? Ein oberirdisches Bauwerk mit Nischen für Urnen. Erfahren Sie alles über diese pflegeleichte Grabart in Hamburg.

Kurz erklärt

  • Definition: Ein Kolumbarium ist ein oberirdisches Bauwerk, ein Gewölbe oder eine Wand mit einzelnen Nischen zur Aufnahme von Urnen.
  • Funktion: Es dient der dauerhaften Beisetzung der Asche in einer festen Kammer, die meist mit einer beschrifteten Platte verschlossen wird.
  • Relevanz: Diese Form ist besonders pflegeleicht, da keine Grabgestaltung nötig ist, und bietet einen festen Ort für die Trauer.
  • Hamburg: In der Hansestadt finden sich solche Anlagen auf vielen Friedhöfen, etwa in historischen Hallen in Ohlsdorf oder als moderne Wände in Altona.

Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort für Taubenschlag ab, was auf die optische Anordnung der Nischenreihen anspielt. Als Alternative zum klassischen Erdgrab wählen viele Menschen diese Variante, wenn sie eine namentliche Grabstätte wünschen, aber den Aufwand der Grabpflege vermeiden möchten. Es handelt sich um eine spezifische Form der Grabarten, die ausschließlich nach einer Einäscherung möglich ist.

Details zur Urnenwand

Aufbau und Besonderheiten

Ein Kolumbarium kann Teil eines Gebäudes sein (Indoor) oder als freistehende Urnenwand im Außenbereich gestaltet werden. Jede Nische bietet Platz für eine oder manchmal zwei Urnen. Nach der Einstellung der Aschekapsel wird die Öffnung mit einer Stein-, Glas- oder Metallplatte dauerhaft verschlossen. Auf dieser Platte werden Name sowie Geburts- und Sterbedaten angebracht. Da kein Pflanzbeet vorhanden ist, ist das Ablegen von Trauerfloristik oft nur an zentralen Sammelstellen oder in dafür vorgesehenen kleinen Halterungen möglich. Dies sorgt für ein stets gepflegtes und einheitliches Erscheinungsbild der Anlage.

Nutzung und Regelungen in Hamburg

In Hamburg bieten sowohl die staatlichen Friedhöfe (wie der Hauptfriedhof Altona oder Friedhof Ohlsdorf) als auch viele kirchliche Träger (zum Beispiel Friedhof Bergstedt) diese Bestattungsform an. Die Ruhezeiten richten sich nach der jeweiligen Friedhofssatzung und betragen in der Hansestadt üblicherweise 20 bis 25 Jahre. Die Kosten für eine Nische variieren je nach Lage – Plätze in Augenhöhe sind oft begehrter und teurer als solche in Boden- oder Deckennähe. Wer sich für diese Option interessiert, sollte sich frühzeitig bei einem Bestatter oder der Friedhofsverwaltung über verfügbare Kapazitäten informieren. Weitere Details zu Standorten finden Sie in unserer Übersicht zu Kolumbarien.

Häufige Fragen zum Kolumbarium

Was kostet ein Platz im Kolumbarium? +

Die Gebühren hängen stark vom Friedhof und der Position der Nische ab. Hinzu kommen Kosten für die Verschlussplatte und deren Beschriftung. In Hamburg liegen die Preise oft etwas höher als bei einfachen Urnenreihengräbern, aber niedriger als bei aufwendigen Wahlgräbern.

Kann man Blumen an der Nische ablegen? +

Das ist meist reglementiert. Oft gibt es spezielle Vorrichtungen für einzelne Blumen oder zentrale Ablageplätze, um das Gesamtbild der Wand nicht zu verdecken.

Wie viele Urnen passen in eine Nische? +

Das kommt auf die Größe der Kammer an. Es gibt Einzelnischen für eine Urne und Partnernischen, in denen zwei Urnen Platz finden.

Ist eine Verlängerung der Ruhezeit möglich? +

Bei Wahl-Nischen ist eine Verlängerung in der Regel möglich. Bei Reihen-Nischen läuft die Nutzung nach der festgesetzten Ruhezeit meist unwiderruflich ab.

Was passiert nach Ablauf der Ruhezeit? +

Die Asche wird entnommen und meist in einem gesonderten Bereich des Friedhofs endgültig und anonym in der Erde beigesetzt.

Weitere Begriffe mit „K“

3 Begriffe