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Glossar G

Grabgestaltung

Was ist Grabgestaltung? Sie umfasst die Anlage und Pflege einer Grabstätte durch Bepflanzung und Grabmale. In Hamburg gelten je nach Friedhof spezifische Satzungen.

Kurz erklärt

  • Definition: Die Grabgestaltung umfasst die optische Anlage und Herrichtung einer Grabstätte durch Bepflanzung, Grabmale und dekorative Elemente.
  • Funktion: Sie schafft einen würdigen Ort des Gedenkens und drückt die persönliche Verbundenheit der Hinterbliebenen zum Verstorbenen aus.
  • Relevanz: Angehörige entscheiden oft kurz nach der Beisetzung, ob sie die Pflege selbst übernehmen oder Profis beauftragen.
  • Hamburg: Auf den Friedhöfen der Hansestadt, wie dem Ohlsdorfer Friedhof, regeln spezifische Satzungen die erlaubten Gestaltungselemente.

Eine durchdachte Grabgestaltung berücksichtigt Standortfaktoren wie Lichtverhältnisse und Bodenbeschaffenheit. Neben der Erstbepflanzung ist die langfristige Pflege entscheidend, die oft saisonal angepasst wird. Viele Nutzungsberechtigte sichern die Qualität über Jahre durch eine professionelle Dauergrabpflege ab.

Details zur Gestaltung

Elemente und Planung

Die Gestaltung einer Grabstätte setzt sich in der Regel aus dem Grabmal, der Rahmenbepflanzung und der Wechselbepflanzung zusammen. Steinmetze und Friedhofsgärtner arbeiten hierbei oft eng zusammen, um ein harmonisches Gesamtbild zu schaffen. Bei der Auswahl der Pflanzen spielen Bodendecker eine wichtige Rolle, da sie das Grab pflegeleicht und unkrautfrei halten. Auch die Art der Bestattung beeinflusst die Möglichkeiten: Ein Wahlgrab bietet meist mehr Gestaltungsspielraum als ein Reihengrab.

Saisonale Pflege in Hamburg

In Hamburg orientieren sich die Pflegemaßnahmen stark am Jahresverlauf und den lokalen Witterungsbedingungen. Typisch ist das Abräumen der Wintereindeckung Anfang März, sobald kein starker Frost mehr zu erwarten ist. Die Sommerbepflanzung erfolgt traditionell nach den Eisheiligen Mitte Mai. Im Herbst werden oft Heidepflanzen gesetzt, bevor der Winterschmuck mit Tannengrün das Grab vor Kälte schützt. Für eine langfristige Absicherung dieser Leistungen kann die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hamburger Friedhofsgärtner GmbH eingebunden werden.

Vorschriften und Friedhofsordnung

Jeder Friedhof, ob städtisch wie in Öjendorf oder kirchlich wie der Friedhof Blankenese, besitzt eine eigene Friedhofsordnung. Diese schreibt oft vor, wie viel Fläche bepflanzt sein muss, welche Wuchshöhen erlaubt sind oder welche Materialien für Grabsteine zulässig sind. Wer eine anonyme Bestattung wählt, verzichtet in der Regel auf eine individuelle Grabgestaltung, da die Pflege hier vollständig vom Friedhofsträger übernommen wird.

Häufige Fragen zur Grabgestaltung

Wer ist für die Grabgestaltung verantwortlich? +

Verantwortlich sind die Nutzungsberechtigten der Grabstätte. Sie können die Gestaltung selbst übernehmen oder eine Friedhofsgärtnerei beauftragen.

Wann sollte die Erstbepflanzung erfolgen? +

Die endgültige Anlage erfolgt meist einige Wochen oder Monate nach der Beisetzung, wenn sich das Erdreich ausreichend gesetzt hat. Ein provisorischer Grabhügel kann jedoch sofort bepflanzt werden.

Was kostet eine professionelle Grabgestaltung? +

Die Kosten hängen stark von der Größe des Grabes, der Pflanzenauswahl und dem gewünschten Pflegeaufwand ab. Ein konkretes Angebot erstellt die Gärtnerei nach einer Beratung vor Ort.

Darf ich das Grab völlig frei gestalten? +

Nein, die Gestaltung muss der jeweiligen Friedhofssatzung entsprechen. Diese regelt oft Details zu Einfassungen, Grabsteinen und der Bepflanzung, um das Gesamtbild des Friedhofs zu wahren.

Was beinhaltet die Dauergrabpflege? +

Sie umfasst die langfristige Betreuung des Grabes über Jahre hinweg, inklusive Gießdienst, Unkrautentfernung, saisonaler Wechselbepflanzung und Winterschmuck.

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