Zum Inhalt
● Soforthilfe Die ersten Schritte
Glossar E

Einäscherung

Was ist Einäscherung? Bei der Einäscherung (Kremation) wird der Verstorbene in einem Sarg verbrannt. Erfahren Sie hier alles zu Ablauf, Fristen und der zweiten Leichenschau in Hamburg.

Kurz erklärt

  • Definition: Die Einäscherung (auch Kremation) bezeichnet die Verbrennung des Verstorbenen in einem Sarg, bis lediglich die mineralische Asche verbleibt.
  • Funktion: Sie reduziert den Körper auf die Asche, um eine Beisetzung in einer Urne zu ermöglichen.
  • Relevanz: Diese Form ist die zwingende technische Voraussetzung für eine Feuerbestattung sowie für See- oder Waldbestattungen.
  • Hamburg: Die Kremierung erfolgt in der Hansestadt meist im Krematorium beim Friedhof Ohlsdorf oder in anderen zugelassenen Anlagen der Umgebung.

Der Vorgang ist unwiderruflich und unterliegt daher strengen gesetzlichen Vorschriften. Bevor die Einäscherung stattfinden darf, muss eine zweite Leichenschau die natürliche Todesursache zweifelsfrei bestätigen. Erst danach wird die Asche in eine Kapsel gefüllt, die anschließend in einer Überurne beigesetzt wird.

Details zur Einäscherung

Ablauf im Krematorium

Der Verstorbene wird grundsätzlich in einem Sarg in das Krematorium überführt, da in Deutschland auch für die Verbrennung eine Sargpflicht besteht. Vor dem eigentlichen Prozess findet die gesetzlich vorgeschriebene zweite Leichenschau durch einen Amtsarzt statt. Diese dient dazu, eine nicht-natürliche Todesursache endgültig auszuschließen. Anschließend wird der Sarg in den Ofen eingefahren. Der Verbrennungsvorgang dauert etwa 70 bis 90 Minuten bei hohen Temperaturen. Ein feuerfester Schamottstein mit einer eingeprägten Nummer wird dem Sarg beigelegt, um die Asche später eindeutig identifizieren zu können. Angehörige haben oft die Möglichkeit, eine Abschiednahme vor der Einfahrt in den Ofen zu vereinbaren.

Rechtliche Voraussetzungen und Fristen in Hamburg

Für eine Einäscherung muss der Wille des Verstorbenen erkennbar sein, idealerweise durch eine schriftliche Verfügung. Liegt diese nicht vor, können die nächsten Angehörigen den Willen glaubhaft machen. In Hamburg gelten zudem klare Fristen: Die Überführung in das Krematorium und die anschließende Einäscherung müssen zeitnah nach Eintritt des Todes und Vorliegen der Papiere (wie der Sterbeurkunde) erfolgen. Ein Bestatter koordiniert diese Termine mit der Friedhofsverwaltung oder dem Krematoriumsbetreiber. Nach der Einäscherung besteht in Hamburg eine Beisetzungspflicht für die Urne auf einem Friedhof, in einem Bestattungswald oder auf See.

Kostenfaktoren

Die Kosten für eine Einäscherung setzen sich aus den Gebühren des Krematoriums und der amtsärztlichen zweiten Leichenschau zusammen. Hinzu kommen die Kosten für den Verbrennungssarg, der meist einfacher gestaltet ist als ein Modell für die Erdbestattung. Die genauen Preise hängen vom jeweiligen Betreiber ab – städtische Einrichtungen wie in Hamburg unterscheiden sich hierbei oft von privaten Anbietern im Umland. Diese Ausgaben sind Teil der Erste Schritte bei der Planung einer Feuerbestattung.

Häufige Fragen zur Einäscherung

Ist ein Sarg bei der Einäscherung Pflicht? +

Ja, in Deutschland besteht auch bei der Einäscherung eine Sargpflicht. Der Verstorbene wird mitsamt dem Sarg verbrannt. Es handelt sich hierbei meist um spezielle Verbrennungssärge aus leichtem Holz.

Wie lange dauert der Vorgang der Einäscherung? +

Der eigentliche Verbrennungsprozess im Ofen dauert in der Regel zwischen 70 und 90 Minuten. Danach muss die Asche abkühlen, bevor sie in die Kapsel gefüllt wird.

Kann man bei der Einäscherung anwesend sein? +

Das hängt vom jeweiligen Krematorium ab. Viele Einrichtungen in Hamburg und Umgebung bieten Räumlichkeiten an, in denen Angehörige den Moment der Übergabe an das Feuer begleiten können.

Was ist die zweite Leichenschau? +

Dies ist eine gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung durch einen Amtsarzt im Krematorium vor der Verbrennung. Sie dient der finalen Klärung der Todesursache, da eine spätere Exhumierung zur Beweissicherung nach der Einäscherung nicht mehr möglich ist.

Was passiert mit Implantaten oder Zahngold? +

Medizinische Implantate aus Titan oder künstliche Gelenke verbleiben nach der Verbrennung oft in den Rückständen und werden je nach Krematorium separiert und dem Recycling zugeführt oder mit der Asche beigesetzt. Flüchtige Materialien verbrennen rückstandslos.

Wie schnell muss die Urne beigesetzt werden? +

Nach der Einäscherung gelten bestimmte Fristen für die Beisetzung, die je nach Bundesland variieren. In Hamburg sollte die Urnenbeisetzung zeitnah erfolgen, wobei Friedhofsverwaltungen oft gewisse Karenzzeiten gewähren.

Weitere Begriffe mit „E“

3 Begriffe