Zum Inhalt
● Soforthilfe Die ersten Schritte
Glossar D

Diamantbestattung

Was ist eine Diamantbestattung? Ein Teil der Kremationsasche wird unter hohem Druck zu einem synthetischen Diamanten gepresst. Eine persönliche Form der Erinnerung.

Kurz erklärt

  • Definition: Die Diamantbestattung ist eine Bestattungsform, bei der ein Teil der Totenasche oder Haare des Verstorbenen in einen synthetischen Diamanten umgewandelt wird.
  • Funktion: In einem aufwendigen Verfahren wird unter extremem Druck und hoher Hitze der Kohlenstoff aus der Asche isoliert und zu einem Edelstein gepresst.
  • Relevanz: Sie ermöglicht Hinterbliebenen ein physisches, dauerhaftes und ortsunabhängiges Erinnerungsstück, das oft als Schmuck getragen wird.
  • Hamburg: Da die Herstellung meist im Ausland (z. B. Schweiz) erfolgt, organisieren Hamburger Bestatter die Überführung und die notwendigen Formalitäten.

Diese Bestattungsart setzt zwingend eine vorherige Einäscherung voraus. Sie wird häufig als Ergänzung zu einer regulären Urnenbeisetzung gewählt, da für die Fertigung des Diamanten nur ein geringer Teil der Asche benötigt wird. Die verbleibende Asche wird gemäß den gesetzlichen Vorgaben beigesetzt.

Einordnung und Ablauf

Herstellung und Ablauf

Der Prozess beginnt mit der Einäscherung des Verstorbenen in einem Krematorium. Anschließend entnimmt das Bestattungsinstitut die benötigte Menge Asche oder Haare und versendet diese an eine spezialisierte Manufaktur, oft in der Schweiz oder Österreich. Dort wird in einem mehrmonatigen Verfahren ein synthetischer Diamant gezüchtet, geschliffen und auf Wunsch graviert. Da es sich um eine komplexe Dienstleistung handelt, arbeiten viele Anbieter für Diamantbestattung eng mit lokalen Bestattern zusammen, um den sicheren Transport zu gewährleisten.

Rechtliche Situation und Verbleib der Restasche

In Deutschland herrscht Friedhofszwang, weshalb die gesamte Asche eines Verstorbenen grundsätzlich auf einem Friedhof beigesetzt werden muss. Die Diamantbestattung gilt rechtlich oft als Entnahme einer symbolischen Teilmenge. Die verbleibende Asche muss daher regulär bestattet werden, beispielsweise in einem Urnengrab oder im Rahmen einer Baumbestattung. Der fertige Diamant selbst gilt meist als Erinnerungsstück und darf den Angehörigen ausgehändigt werden, die ihn zu Hause aufbewahren oder verarbeiten lassen können.

Kosten und Vorsorge

Die Kosten für die Herstellung des Erinnerungsdiamanten fallen zusätzlich zu den regulären Bestattungskosten für Krematorium, Friedhof und Bestatter an. Der Preis variiert je nach Größe, Schliff und Farbe des gewünschten Steins. Wer sich diese besondere Form des Abschieds wünscht, sollte dies frühzeitig mit den Angehörigen besprechen und gegebenenfalls finanziell über eine Bestattungsvorsorge absichern.

Häufige Fragen zur Diamantbestattung

Ist eine Diamantbestattung in Deutschland erlaubt? +

Die Herstellung erfolgt meist im Ausland, da deutsche Gesetze dies oft nicht direkt vorsehen. Über einen Bestatter ist die Beauftragung jedoch legal und ein etablierter Weg.

Wie viel Asche wird für einen Diamanten benötigt? +

In der Regel werden nur wenige hundert Gramm Asche oder eine bestimmte Menge Haare benötigt. Der Großteil der Asche verbleibt für die reguläre Beisetzung.

Wie lange dauert die Herstellung eines Erinnerungsdiamanten? +

Der Prozess ist technisch aufwendig und dauert meist mehrere Monate, abhängig vom gewünschten Karat-Gewicht und der Auslastung der Manufaktur.

Kann man den Erinnerungsdiamanten als Schmuck tragen? +

Ja, die synthetischen Diamanten besitzen die gleichen physikalischen Eigenschaften wie natürliche Diamanten und können in Ringe oder Anhänger gefasst werden.

Was passiert mit der restlichen Asche? +

Die verbleibende Asche wird gemäß den in Hamburg und Deutschland geltenden Bestattungsgesetzen auf einem Friedhof oder in einem Bestattungswald beigesetzt.

Weitere Begriffe mit „D“

3 Begriffe