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Bestattungsarten in Hamburg

Kolumbarien

Informationen zu Urnenwänden, Innenraum-Kolumbarien, Standorten auf Hamburger Friedhöfen und den Besonderheiten dieser pflegefreien Grabart.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Kolumbarium ist ein oberirdisches Bauwerk oder eine Wand zur Aufbewahrung von Urnen in verschlossenen Nischen.
  • Diese Bestattungsform ist pflegefrei, da keine Bepflanzung notwendig ist.
  • In Hamburg bieten sowohl städtische Friedhöfe wie Ohlsdorf und Öjendorf als auch kirchliche Träger Kolumbarien an.
  • Die Kosten hängen von der Lage (innen/außen), der Nischengröße (Einzel-/Partnerplatz) und der Laufzeit ab.
  • Voraussetzung ist immer eine vorherige Einäscherung im Krematorium.

Details zur Bestattung im Kolumbarium

Was ist ein Kolumbarium?

Der Begriff Kolumbarium leitet sich ursprünglich vom lateinischen Wort für Taubenschlag ab, was die optische Anordnung der Nischen beschreibt. Heute bezeichnet es eine spezielle Grabart für Urnen, die nicht in der Erde, sondern oberirdisch beigesetzt werden. Die Urne wird dabei in einer Nische in einer Wand platziert, die anschließend mit einer Stein- oder Glasplatte verschlossen wird. Auf dieser Platte werden in der Regel der Name sowie die Geburts- und Sterbedaten des Verstorbenen angebracht.

Man unterscheidet zwischen Außenkolumbarien (Urnenwände im Freien) und Innenkolumbarien (in speziellen Hallen oder umgewidmeten Kapellen). Diese Form der Beisetzung wird oft gewählt, wenn Angehörige einen festen Ort für die Trauer wünschen, aber die langfristige Grabpflege nicht leisten können oder wollen. Da die Nische vom Friedhofsträger instand gehalten wird, entfällt das Gießen und Bepflanzen.

Standorte und Möglichkeiten in Hamburg

In der Hansestadt gibt es ein breites Angebot an Kolumbarien. Besonders bekannt sind die historischen und modernen Anlagen auf dem Friedhof Ohlsdorf. Hier finden sich sowohl alte, architektonisch wertvolle Kolumbarien in Gebäuden als auch moderne Urnenwände in gärtnerisch gestalteten Bereichen. Auch der Friedhof Öjendorf im Osten der Stadt bietet entsprechende Nischen an.

Neben den großen städtischen Anlagen verfügen viele kirchliche Friedhöfe in den Stadtteilen über Urnenwände. Beispiele hierfür finden sich unter anderem auf dem Hauptfriedhof Altona oder dem Friedhof Blankenese. Die Gestaltung variiert dabei stark: Von schlichten Ziegelmauern bis hin zu gläsernen Fächern in hellen Räumen ist in Hamburg fast jede Variante vertreten.

Kosten und Gebühren

Die Kosten für eine Nische in einem Kolumbarium setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Ein wesentlicher Punkt ist die Art der Anlage: Ein Platz in einem historischen Gebäude oder einer aufwendig gestalteten Innenhalle ist oft kostenintensiver als eine Nische in einer einfachen Urnenwand im Außenbereich. Zudem spielt die Größe der Nische eine Rolle. Es gibt Einzelnischen für eine Urne sowie Partnernischen, in denen zwei Urnen Platz finden.

Zu den Gebühren für das Nutzungsrecht kommen meist Kosten für die Verschlussplatte und deren Beschriftung hinzu. Da keine Grabpflege anfällt, sind die Folgekosten im Vergleich zu einem klassischen Erdgrab oft geringer. Die genauen Preise legen die jeweiligen Friedhofsverwaltungen in ihren Gebührenordnungen fest.

Ablauf einer Beisetzung im Kolumbarium

  1. 1
    Eintritt des Sterbefalls und Ausstellung des Totenscheins durch einen Arzt.
  2. 2
    Beauftragung eines Bestatters und Überführung des Verstorbenen.
  3. 3
    Erledigung der Formalitäten beim Standesamt (Sterbeurkunde).
  4. 4
    Einäscherung im Krematorium (Voraussetzung für das Kolumbarium).
  5. 5
    Auswahl der Nische (Wunschplatz) auf dem Friedhof.
  6. 6
    Trauerfeier und Beisetzung der Urne in der Nische.
  7. 7
    Verschluss der Nische mit einer beschrifteten Platte.