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Friedhöfe Hamburg

Vom weltbekannten Parkfriedhof Ohlsdorf bis zu den stillen Stadtteilfriedhöfen – ein Wegweiser durch die Hamburger Friedhofslandschaft.

Das Wichtigste im Überblick

  • Hamburg verfügt mit dem Friedhof Ohlsdorf über den größten Parkfriedhof der Welt sowie zahlreiche stadtteilbezogene Begräbnisstätten.
  • Die Wahl des Friedhofs hängt oft vom Wohnort, der gewünschten Bestattungsart (Sarg, Urne, Baum) und der Erreichbarkeit für Angehörige ab.
  • Neben klassischen Reihen- und Wahlgräbern stehen auch Kolumbarien, Rasengräber und naturnahe Areale wie der Ohlsdorfer Ruhewald zur Verfügung.
  • Viele Hamburger Friedhöfe fungieren gleichzeitig als wichtige Naherholungsgebiete und grüne Lungen der Stadt.

Vielfalt der Hamburger Friedhofskultur

Wichtige Themen und Abläufe

Hamburgs Friedhofslandschaft ist geprägt von großen Parkanlagen und historischen Stadtteilfriedhöfen. Zentral ist der Friedhof Ohlsdorf, aber auch der Friedhof Öjendorf im Osten bietet weite Flächen für unterschiedliche Bestattungsarten. Für viele Angehörige ist die Nähe zum Wohnort entscheidend, weshalb auch kleinere Anlagen wie der Friedhof Blankenese oder der Hauptfriedhof Altona eine wichtige Rolle spielen. Wer sich frühzeitig orientiert, kann im Rahmen der Bestattungsvorsorge bereits zu Lebzeiten einen Wunschort festlegen.

Friedhof Ohlsdorf

Der Friedhof Ohlsdorf ist nicht nur die größte Begräbnisstätte Hamburgs, sondern auch der größte Parkfriedhof der Welt. Er bietet eine enorme Vielfalt an Grabarten, von historischen Mausoleen bis hin zu modernen Themengrabstätten und dem Ohlsdorfer Ruhewald. Aufgrund seiner Größe verfügt er über eine eigene Infrastruktur mit Buslinien und mehreren Kapellen für die Trauerfeier. Viele Hamburger nutzen das Areal auch als Park zur Erholung, was dem Ort eine besondere, lebendige Atmosphäre verleiht. Hier finden sowohl Sarg- als auch Urnenbeisetzungen in unterschiedlichsten gärtnerischen Gestaltungen statt.

Friedhof Öjendorf

Im Osten der Stadt gelegen, zeichnet sich der Friedhof Öjendorf durch seine weitläufige, offene Landschaftsgestaltung aus. Er wurde bewusst parkartig angelegt und bietet viel Raum für naturnahe Bestattungsformen. Ein besonderes Merkmal ist die Integration in die natürliche Umgebung, die eine ruhige und würdevolle Abschiednahme ermöglicht. Neben klassischen Gräbern gibt es hier auch Möglichkeiten für anonyme Beisetzungen oder Rasengräber, die wenig Grabpflege erfordern. Die Feierhallen sind modern gestaltet und bieten Platz für größere Trauergesellschaften.

Hauptfriedhof Altona

Der Hauptfriedhof Altona liegt in unmittelbarer Nähe zum Volkspark und ist eine zentrale Anlaufstelle für den Hamburger Westen. Er verbindet traditionelle Grabkultur mit waldartigen Abschnitten, die einen naturnahen Charakter haben. Historisch gewachsen, finden sich hier viele alte Baumbestände, die den Gräbern Schatten und Schutz spenden. Für Angehörige aus Altona und Umgebung ist dieser Friedhof oft die erste Wahl, um die Grabstätte gut erreichen zu können. Auch hier sind verschiedene Formen der Trauerbegleitung und Abschiednahme möglich.

Friedhof Blankenese

Dieser Friedhof besticht durch seine Lage in den Elbvororten und seinen eher intimen, fast dörflichen Charakter im Vergleich zu den Großfriedhöfen. Er ist geprägt von einer ruhigen Atmosphäre und gepflegten Grabanlagen, die oft eine lange Familientradition widerspiegeln. Der Friedhof Blankenese ist besonders für Bewohner der westlichen Elbvororte relevant, die eine letzte Ruhestätte in ihrer vertrauten Umgebung suchen. Die Wege sind überschaubar, was gerade älteren Besuchern den Zugang zur Grabstätte erleichtert. Fragen zu Kosten & Finanzierung hängen hier oft von der spezifischen Lage und Art der Grabstätte ab.

Friedwald Standorte

Wer eine Bestattung direkt in der Natur unter Bäumen bevorzugt, findet im Umland von Hamburg verschiedene Möglichkeiten wie FriedWald oder RuheForst (z.B. in Buxtehude, Kisdorf oder Kummerfeld). Diese Standorte bieten eine Alternative zum klassischen Friedhof und verzichten auf traditionellen Grabschmuck. Die Asche wird in biologisch abbaubaren Urnen an den Wurzeln eines Baumes beigesetzt. Für viele Hamburger ist dies eine attraktive Option, wenn eine sehr naturnahe und pflegefreie Ruhestätte gewünscht ist. Wichtig ist hierbei, die Rechtliches und die Erreichbarkeit für die Trauergäste im Vorfeld zu klären.

Kolumbarien

Kolumbarien sind oberirdische Bauwerke oder Räumlichkeiten zur Aufbewahrung von Urnen und gewinnen in Hamburg zunehmend an Bedeutung. Sie befinden sich oft in ehemaligen Kapellen oder speziell errichteten Wänden auf den Friedhöfen. Diese Bestattungsform bietet einen trockenen, oft wettergeschützten Ort der Trauer und erfordert keine gärtnerische Pflege. Ein Kolumbarium kann eine gute Lösung sein, wenn Angehörige die Grabpflege körperlich nicht leisten können oder wollen. Die Nischen werden meist mit einer Platte verschlossen, die Namen und Daten des Verstorbenen trägt, ähnlich wie bei einem Grabstein.

Häufige Fragen zu Friedhöfen in Hamburg

Welcher ist der größte Friedhof in Hamburg? +

Der Friedhof Ohlsdorf ist mit fast 400 Hektar nicht nur der größte Friedhof Hamburgs, sondern gilt auch als der größte Parkfriedhof der Welt. Er beherbergt Kapellen, Museen und eine eigene Buslinie.

Kann ich mir den Friedhof in Hamburg frei aussuchen? +

Grundsätzlich besteht in Hamburg eine weitgehende Freiheit bei der Wahl des Friedhofs, solange dort freie Grabstätten verfügbar sind. Manche speziellen Grabarten oder kommunale Gebührenordnungen können jedoch an den Wohnsitz gekoppelt sein. Es lohnt sich, dies vorab bei der Friedhofsverwaltung oder im Rahmen der Bestattungsvorsorge zu klären.

Gibt es in Hamburg Möglichkeiten für Baumbestattungen? +

Ja, Baumbestattungen sind in Hamburg möglich, beispielsweise im Ohlsdorfer Ruhewald oder auf dem Friedhof Öjendorf. Zudem gibt es im Hamburger Umland diverse Friedwald Standorte und RuheForste (z.B. Kisdorf, Kummerfeld), die von Hamburgern genutzt werden können.

Sind anonyme Bestattungen auf allen Hamburger Friedhöfen möglich? +

Viele, aber nicht alle Hamburger Friedhöfe bieten anonyme Grabfelder an. Auf den großen Friedhöfen wie Ohlsdorf und Öjendorf sind anonyme Urnenbeisetzungen sowie teilanonyme Rasengräber üblich. Kleinere kirchliche Friedhöfe haben hierzu oft unterschiedliche Regelungen.

Wer kümmert sich um die Grabpflege in Hamburg? +

Die Grabpflege obliegt den Nutzungsberechtigten. Wer dies nicht selbst leisten kann, kann eine Friedhofsgärtnerei beauftragen. In Hamburg koordiniert oft die Treuhandstelle für Dauergrabpflege oder die Genossenschaft der Friedhofsgärtner entsprechende Verträge, um eine langfristige Pflege sicherzustellen.

Wann sind die Friedhöfe in Hamburg geöffnet? +

Die Öffnungszeiten variieren je nach Jahreszeit und Trägerschaft. Die großen städtischen Friedhöfe sind in der Regel tagsüber bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Genaue Zeiten hängen vom jeweiligen Standort und Monat ab.