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● Soforthilfe Die ersten Schritte
Bestattungsmöglichkeiten

Bestattungsarten

Traditionelle und moderne Wege des Abschieds – von der Erdbestattung auf Hamburger Friedhöfen bis zur Beisetzung in Nord- und Ostsee.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Hamburg sind Erd-, Feuer-, See- und Waldbestattungen sowie die Reerdigung möglich.
  • Für Feuer-, See- und Waldbestattungen ist eine vorherige Einäscherung im Krematorium notwendig.
  • Die Wahl der Bestattungsart bestimmt oft auch den Ort der Trauerfeier und die späteren Grabpflege-Optionen.
  • Besondere Formen wie die Diamantbestattung setzen ebenfalls eine Feuerbestattung voraus.
  • Eine Verfügung zu Lebzeiten entlastet Angehörige bei der Entscheidung.

Formen der Beisetzung und ihre Besonderheiten

Vielfalt der Bestattungskultur in der Hansestadt

Hamburg bietet Angehörigen und Vorsorgenden ein breites Spektrum an Möglichkeiten, den letzten Weg zu gestalten. Neben den klassischen Beisetzungen auf den zahlreichen städtischen und kirchlichen Friedhöfen nutzen viele Hamburger die Nähe zur Küste für maritime Abschiede oder wählen naturnahe Alternativen in Wäldern der Metropolregion. Die Entscheidung für eine Bestattungsart hängt oft eng mit persönlichen Wünschen zur Grab & Pflege sowie den finanziellen Rahmenbedingungen zusammen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Bestattungsformen im Detail erklärt.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionelle Beisetzung des Verstorbenen in einem Sarg. In Hamburg stehen hierfür zahlreiche Friedhöfe Hamburg zur Verfügung, die verschiedene Grabarten wie Wahl- oder Reihengräber anbieten. Diese Form der Bestattung erfordert keine Einäscherung und ermöglicht oft eine individuelle Gestaltung der Grabstätte durch einen Steinmetz. Wichtig ist hierbei die Einhaltung der gesetzlichen Ruhezeiten, die je nach Bodenbeschaffenheit festgelegt sind.

Feuerbestattung

Bei der Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg im Krematorium eingeäschert. Die Asche wird anschließend in einer Urne beigesetzt. Diese Bestattungsart ist die Voraussetzung für viele moderne Alternativen und wird in Hamburg sehr häufig gewählt. Sie bietet Flexibilität bei der Trauerfeier & Abschied, da die Urnenbeisetzung zeitlich oft flexibler geplant werden kann als eine Erdbestattung.

Seebestattung

Aufgrund der geografischen Lage entscheiden sich viele Hamburger für eine Beisetzung auf See. Nach der Einäscherung wird die wasserlösliche Urne außerhalb der Dreimeilenzone in der Nordsee oder Ostsee dem Meer übergeben. Diese Form entbindet die Angehörigen von der langfristigen Grabpflege, da das Grab im Meer liegt. Oft findet eine begleitende Zeremonie auf dem Schiff statt, die Teil der Trauerbegleitung sein kann.

Waldbestattung

Die Waldbestattung in einem FriedWald oder RuheForst ist eine naturnahe Alternative, bei der die Asche in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt wird. In der Umgebung von Hamburg gibt es mehrere Waldgebiete, die hierfür gewidmet sind. Grabschmuck und Grabsteine sind hier meist nicht gestattet, was den Pflegeaufwand minimiert und oft auch Auswirkungen auf die Kosten & Finanzierung hat.

Anonyme Bestattung

Bei einer anonymen Bestattung wird die Urne oder der Sarg auf einem Gemeinschaftsfeld beigesetzt, ohne dass die genaue Lage gekennzeichnet wird. Angehörige sind bei der Beisetzung in der Regel nicht anwesend. Diese Form wird oft gewählt, wenn keine Angehörigen für die Grabpflege vorhanden sind oder die Kosten gering gehalten werden sollen. Es ist ratsam, dies vorher im Rahmen der Bestattungsvorsorge genau zu überlegen, da ein späterer Ort für die Trauer fehlt.

Diamantbestattung

Die Diamantbestattung ist eine exklusive Form der Erinnerung, bei der ein Teil der Asche oder Haare des Verstorbenen unter hohem Druck zu einem synthetischen Diamanten gepresst wird. Dies setzt eine vorherige Einäscherung voraus. Die verbleibende Asche muss in Deutschland meist dennoch regulär beigesetzt werden, um den Friedhofszwang zu wahren. Rechtliche Details hierzu finden Sie oft im Bereich Rechtliches.

Reerdigung

Die Reerdigung ist eine neue, ökologische Bestattungsform, die in Pilotprojekten (z.B. auf dem Friedhof Ohlsdorf) erprobt wird. Dabei wird der Körper in einem Kokon durch natürliche Prozesse innerhalb von 40 Tagen zu Erde transformiert. Diese Erde wird anschließend auf einem Grab beigesetzt. Diese Methode kommt ohne die hohen Temperaturen einer Verbrennung aus und gilt als besonders nachhaltig. Interessierte sollten sich frühzeitig über die Verfügbarkeit bei Friedhöfe Hamburg informieren.

Häufige Fragen zu Bestattungsarten

Welche Bestattungsarten sind in Hamburg erlaubt? +

In Hamburg sind grundsätzlich die Erdbestattung, die Feuerbestattung sowie daraus resultierende Formen wie See- und Waldbestattung zulässig. Auch die Reerdigung ist als neue Form auf bestimmten Friedhöfen wie in Ohlsdorf möglich. Die Wahl hängt oft von den Verfügungen des Verstorbenen ab.

Ist eine Einäscherung immer Pflicht? +

Nein, für eine klassische Erdbestattung im Sarg ist keine Einäscherung notwendig. Auch bei der Reerdigung entfällt dieser Schritt. Für alle Urnenbeisetzungen (See, Wald, Kolumbarium, anonymes Urnengrab) ist die Einäscherung im Krematorium jedoch zwingende Voraussetzung.

Kann ich die Bestattungsart frei wählen? +

Ja, grundsätzlich können Sie die Bestattungsart frei wählen, sofern der Verstorbene zu Lebzeiten keine anderen Wünsche schriftlich hinterlegt hat. Liegt eine Bestattungsvorsorge vor, sind die Angehörigen an den dort geäußerten Willen gebunden.

Was ist der Unterschied zwischen Friedhof und Ruheforst? +

Ein klassischer Friedhof bietet meist geordnete Grabfelder für Särge und Urnen mit individuellen Grabsteinen. Ein RuheForst oder FriedWald ist ein naturbelassenes Waldstück, in dem Urnen an den Wurzeln von Bäumen beigesetzt werden; Grabpflege und klassischer Grabschmuck entfallen dort.

Brauche ich für eine Seebestattung eine besondere Genehmigung? +

In der Regel wird eine Willenserklärung des Verstorbenen benötigt, dass eine maritime Beisetzung gewünscht war. Liegt diese nicht schriftlich vor, können Angehörige diesen Wunsch oft glaubhaft machen. Dies wird meist unkompliziert über das Bestattungsinstitut geregelt.

Wie schnell muss die Bestattung erfolgen? +

In Hamburg gelten gesetzliche Fristen. Die Überführung in eine Leichenhalle oder ein Krematorium muss zeitnah erfolgen. Für die eigentliche Beisetzung der Urne haben Angehörige oft mehr Zeit als für eine Erdbestattung, die meist innerhalb weniger Tage nach Ausstellung der Sterbeurkunde stattfinden muss.