Jüdischer Friedhof Langenfelde
Friedhof in Hamburg – Karte, Adresse und Kontakt im Bezirk Eimsbüttel (Stellingen).
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Einleitung
Der Jüdische Friedhof Langenfelde befindet sich am Försterweg im Stadtteil Stellingen, gelegen im Hamburger Bezirk Eimsbüttel. Die Anlage wird von der Jüdischen Gemeinde in Hamburg betrieben und diente historisch exklusiv als Begräbnisplatz für deren orthodoxe Mitglieder. Die Einweihung erfolgte am 20. Februar 1887 auf Initiative einer Gruppe um Rabbiner Anschel Stern sowie des Lehrinstituts „Vereinigte Alte und Neue Klaus“. Die Gründung war das Resultat eines zehnjährigen Konflikts, da orthodoxe Gemeindemitglieder die Bestattung auf dem konfessionslosen Friedhof Ohlsdorf ablehnten und ein eigenes Gelände für die ewige Grabruhe forderten. Das Areal umfasst heute eine Fläche von 25.364 m², nachdem das ursprüngliche Grundstück von 5722 m² durch Zukäufe in den Jahren 1893 bis 1900 erweitert wurde. Zwischen 1887 und 1941 fanden hier rund 2000 Beisetzungen statt; seit 1945 erfolgen Bestattungen nur noch in Ausnahmefällen. Der Friedhof ist als Kulturdenkmal der Stadt Hamburg registriert.
Leistungen & Angebote
- Beisetzungsmöglichkeiten für orthodoxe Mitglieder der Jüdischen Gemeinde in Hamburg (historisch sowie in Ausnahmefällen nach 1945).
- Aufstellung von Gedenksteinen für Opfer des Holocaust auf dem Friedhofsareal.
- Nutzung spezialisierter Grabfelder für Kinder sowie für Ehepaare.
- Bereitstellung von Grabstätten für verwitwete oder unverheiratete Männer und Frauen.
- Belegung einer separaten Reihe für Kohanim (Angehörige der Priesterkaste).
- Zugang zum Friedhofsgelände für Besucher zu spezifischen Anlässen.
Besonderheiten
- Grabstätte von Anschel Stern (1820–1888), dem Oberrabbiner und Gründer des religiösen Lernvereins Mekor Chajim.
- Ruhestätte von Isaac Halevy (Rabinowitz), einem bedeutenden Rabbiner und Historiker.
- Gräber von Moritz M. Warburg (1838–1910) und Charlotte Esther Warburg (1842–1921), den Eltern der Bankiersfamilie Warburg.
- Grabmal des Pädagogen, Mäzens und Stifters Daniel Wormser (1840–1900).
- Bestattungsplatz des Hamburger Rabbiners Gottschalk Eliakim Schlesinger (1813–1900).
- Gräber des portugiesischen Kaufmannsehepaars Benjamin und Helene Sealtiel.
- Strenge religiöse Gliederung der Grabreihen gemäß orthodoxen Vorschriften.
- Historische Erweiterung der Grundstücksfläche auf über 2,5 Hektar um die Jahrhundertwende.
Anfahrt
Der Friedhof liegt am Försterweg in Hamburg-Stellingen (Bezirk Eimsbüttel). Die geografischen Koordinaten der Anlage sind 53° 34′ 42″ N, 9° 55′ 47″ O.
Öffnungszeiten
Das Gelände ist nur zu besonderen Anlässen zugänglich. Es liegen keine weiteren Angaben zu regelmäßigen Öffnungszeiten in den vorliegenden Daten vor.
Kontakt
Betreiber: Jüdische Gemeinde in Hamburg